Von der Ausbildung zum Realeinsatz

Die Feuerwehr Betzendorf hat uns einen Einsatzbericht mit anschließendem Feedback zukommen lassen, den wir nicht vorenthalten wollen:

Die neun Ortsfeuerwehren der Samtgemeinde Amelinghausen sind in vier Einsatzzüge aufgeteilt. Jeder der Züge hat zu der Aufgabe der Brandbekämpfung und Hilfeleistung noch einen Aufgabenschwerpunk. Der 4. Zug hat die Sonderaufgabe der Wald – und Vegetationsbrandbekämpfung.
Der Waldbrandzug wurde mit einem Sonderanhänger für die erforderliche Ausrüstung ausgestattet. Unter anderem führt der Zug ausreichend an D-Schläuchen, Gorgui-Waldbrandrechen, Pulaski-Äxten, 5000 Liter Faltbehälter,B-Düsenschläuch, Löschrucksäcke und Wasserführende Armaturen mit sich.

Nach erfolgreicher Ausbildung durch Detlef Maushake und das Waldbrandteam konnten nun die Kameradinnen und Kameraden das Bedienen und den Umgang mit der Ausrüstung erfolgreich üben. So wurden auch im eigenen Bereich, durch den Zugführer, mehrere Ausbildungsabende und praktische Ausbildungen durchgeführt. Die Mannschaft ist sozusagen auf einem guten Stand.

Am 21.04.2019 wurde es dann das erste Mal ernst. Am Nachmittag wurden die Feuerwehren Betzendorf, Tellmer und Amelinghausen zu einem kleinen Waldbrand gerufen. Es brannte eine ca. 30 x 40 Meter große Fläche mitten im Wald. Der Bewuchs zeichnete sich durch Nadelhölzer, vertrocknete Birken und einen sehr Humusreichen, mit Tannennadeln verdichteten Boden aus.

Die Ortsfeuerwehr Tellmer war als erstes vor Ort. Während eine Wasserversorgung über die direkt an den Wald angrenzende Feldberegnung aufgebaut wurde, erkundete der Zugführer die Lage und gab als Vorbefehl für die Feuerwehr Betzendorf die Löschrucksäcke zu befüllen.

Bis auf ein Paar kleine trockene Birken brannte es lediglich auf dem reichlich an Brandmaterial behafteten Waldboden. Da ein Einsatz der Löschrucksäcke eine weitere Ausbreitung des Feuers stoppen konnte war nun genug Zeit um in Ruhe eine Wasserversorgung in den Wald zu legen um den Boden weiter durchzureißen und durch zu nässen. Der Einsatzkonnte schnell abgearbeitet werden.

Am 25.04.2019 brannte es in dem gleichen Waldstück erneut. Hier konnte die Brandausbreitung auch schnell gestoppt werden. Der Boden wurde im weiteren Verlauf dann mit Netzmittel abgelöscht um ein tieferes Eindringen des Wassers in den Boden zu gewährleiten.
Im Anschluss wurden dann noch 90 Meter Düsenschlauch im Wald verlegt um das Waldstück vorbeugend zu „fluten“. Genug Wasser stand ja durch die Feldberegnung zur Verfügung. Dies führte auch zum Erfolg. Der Boden war deutlich abgekühlt und auch die Temperatur im Wald kühlte immer weiter runter.

Deutlich wurde bei diesen beiden Einsätzen, dass die „Gute Ausbildung“ und das hervorragende Equipment zu einem schnellen Erfolg beigetragen haben. Auch für die eingesetzten Feuerwehrleute was dieser Realeinsatz eine erste große Motivation. Der Zugführer des 4. Zuges, Torben Schippers (Fachberater Vegetationsbrandbekämpfung) war mit dem Einsatzablauf ebenfalls zufrieden.

Ziel muss es jetzt sein, die Kameradinnen und Kameraden weiter auszubilden und die erlernten Inhalte zu festigen. So ist auch der Plan. Weitere theoretische und praktische Ausbildungen, auch zusammen mit Detlef Maushake und dem Waldbrandteam sind in der Planung und Vorbereitung.
Hier bleibt mir nur noch zu sagen: „Vielen Dank an Detlef Maushake und dem Waldbrandteam.“

Samtgemeinde Amelinghausen, Feuerwehr Betzendorf.