Kontrolliertes Brennen von Heideflächen in Scheuen

Aufgrund einer Anfrage der Segelfluggruppe des Luftsportvereins Celle über die Ortsfeuerwehr Celle-Scheuen konnten wir beim Brennen von Heideflächen auf dem Flugfeld unterstützen.

Die Heideflächenpflege ist eine schwierige Sache, stehen doch keine Heidschnuckenherden zum Beweiden zur Verfügung und auch das Abmähen ist mit einigen Problemen verbunden. Oftmals ist der Einsatz des kontrollierten Brennens (wie schon von den Heideschäfern in früheren Zeiten durchgeführt) die beste Alternative. Neben der Ortsfeuerwehr Celle-Scheuen mit einem Tanklöschfahrzeug und einen Mannschaftstransportwagen sowie 3 Feuerwehrmitgliedern unter der Leitung des Ortsbrandmeisters konnten wir glücklicherweise auch mitten in der Woche 4 ausgebildete Waldbrandbekämpfer aufbieten, um den Auftrag zu erfüllen.

Nachdem die Genehmigungen des Landkreises vorlagen traf man sich am Vormittag im Vereinsheim zur finalen Besprechung. Fraglich war zu diesem Zeitpunkt noch, ob der aufliegende Schnee das Brandverhalten ermöglichen oder beeinflussen würde. Die Wetterbedingungen minus 10°C und ein strammer Wind aus überwiegend Ost zehrte schon an den Kräften (das Waldbrandteam hatte sich zusätzlich zur dünnen Waldbrandbekleidung für den Sommer mit Feuerschutzüberjacken ausgerüstet) wobei die strahlende Sonne schon für angenehmere Winterstimmung sorgte.

Zunächst ging es an die Lageeinweisung, damit alle Beteiligten genau über die geplanten Abläufe informiert sind. Natürlich gehört auch die Information mit der Sicherheitsregel LACES zu dieser Einweisung. Da die Ortsfeuerwehr mit Zusatzmaterial zur Waldbrandbekämpfung ausgerüstet ist, konnten wir die Absicherung der Aktion in enger Zusammenarbeit sicherstellen.

Das Brennen des Kontrollstreifens zur Begrenzung der Brandfläche brachte das Ergebnis dass die trockene Heide sehr gut brannte und der Schnee keinerlei Hindernis darstellen würde. Zusätzlich wurde daraufhin eine D-Leitung zur Absicherung ins Gelände gelegt und der Kontrollstreifen fertiggebrannt. Nach und nach brannten wir währenddessen mit 2 gemischten Teams die zu erhaltenden Wacholderbüsche frei und zündeten danach großflächiger die Heide, um das gewünschte Mitwindfeuer zu bekommen.

Etwa 3h später waren die zu brennenden Flächen abgearbeitet und wir zogen uns zu einem gemeinsamen Essen ins eingeheizte Vereinsheim zurück. Alle Beteiligten sind sich sicher, dass die Maßnahmen von Erfolg gekrönt ist und die Heide auf dem rund 1/3 der Gesamtpflegefläche umfassenden Brennbereich vital und gut ausschlagen wird.

Hier der Bericht der Celleschen Zeitung über die Aktion 2018-03-02_CZ_Wie Phönix aus der Asche