Bachstelze 2017 – KatS Übung in Landeck

Im Oktober machte sich ein dreiköpfiges Team vom Waldbrandteam zu einer der wohl größten Katastrophenschutzübung nach Tirol auf. Die Übung „Bachstelze 2017“ umfasste 550 Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen österreichisches Rotes Kreuz, Feuerwehr und anderen. Eine Besonderheit sollte hierbei die Zusammenarbeit mit Luftfahrzeugen bei 33 Übungsszenarien spielen. Als freie Übung konzipiert war niemand außer dem 4 köpfigen Organisationsteam die Lagen bekannt. Das Bundesheer und die zivile Firma Heli Tirol sollten insgesamt sieben Hubschrauber und Löschflugzeuge für diese Übung stellen.

Der Sachbgebietsleiter Flugdienst des ÖBFV Jörg Degenhardt und der Leiter Flugdienst Christian Mayer luden hierzu das Waldbrandteam bereits im Frühjahr 2017 ein.

Das Waldbrandteam unter Leitung von Detlef Maushake unterhält bereits mehrere Jahre gute Verbindungen zur LFS Tirol und stellt auch Ausbilder und Teilnehmer für den Lehrgang „Einsatzabschnittskommandant Flugdienst“, der in Tirol für den ÖBFV abgehalten wird.

Das Team machte sich am Freitag den 06.10. auf den langen Weg nach Landeck und traf noch pünktlich am Abend zum Briefing der fliegerischen Abteilung ein. Hier wurden letzte Abstimmungen in den Bereichen Einweisung Landezonen, Einsatzräume, Luftfahrzeuge getroffen.

Dabei wurde aus Seiten des Bundesheeres gemeldet dass ein Hubschrauber aus technischen Gründen ausfallen würde.

Der Samstag begann, pünktlich um 05:30Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück, danach stellte das Team die Einsatzbereitschaft her und bekam letzte Instruktionen. Angegliedert wurde das Waldbrandteam an den Katastrophenschutzzug, welcher dann um 07:30 Uhr antrat und danach in die Absprungzone nach Sankt Christina verlegte.

Angekommen, wurde sich im Bereitstellungsraum gesammelt und auf Einsatzbefehle gewartet. Zusammen mit dem ÖRK und der Feuerwehr verlegte man dann die Einsatzkräfte per Hubschrauber in den Bereich der Ortschaft Fendels. Hierbei wurde angenommen das diese von Zufahrtsstraßen abgeschnitten sei. Vor Ort hat das Team bei diversen Einsätzen unterstützt, diese waren z.b. suchen von vermissten Personen, Aufbau einer Wasserversorgung bei einem Gebäudebrand mit anschließender Betreuung und Versorgung verletzter Personen.

Parallel lief der Materialtransport mit zwei Alouette III Hubschraubern zum Einsatzort. Dabei fiel die zusätzlich eingesetzte Black Hock des Bundesheeres, aus technischen Gründen, aus.

Durch die hohe Anzahl der nicht zur Verfügung stehenden Hubschrauber konnten leider nicht alle Einsatzszenarien durchgeführt werden.

Die Aufgabe des Materialtransportes, der schwereren Ausrüstung übernahm danach die Super Puma der Firma Heli Tirol. Diese führte außerdem zwei Löschwasserabwürfe mit zwei Bambi Buckets durch. Gegen 17:00Uhr konnte das Ende der Übung bekannt gegeben werden und sämtliche Einsatzkräfte verlegten zurück zu ihren Stützpunkten. Nach Ankunft in der Feuerwehr Landeck, bereitete das Team seine Ausrüstung nach und verbrachte den Abend noch in kameradschaftlicher Runde.

Wir konnten viele neue Erfahrungen und Eindrücke gewinnen, auch wenn die Szenarien nicht direkt auf den Waldbrandeinsatz bezogen waren, ging es doich vornehmlich auch um die Zusammenarbeit mit Luftfahrzeugen. Besonderer Dank gilt den Organisatoren für die Einbindung in die Übung.