Aktuelles

Vortrag Vegetationsbrandbekämpfung am IBK Heyrothsberge – Zusammenarbeit mit 2 Landesfeuerwehrschulen gefestigt

Am 12.10. fand der erste Vortragstag „Vegetationsbrandbekämpfung für kommunale Feuerwehren“ am IBK in Heyrothsberge statt. 39 Teilnehmer aus dem gesamten Land Sachsen-Anhalt, vom IBK und ein Vertreter des Landeszentrums Wald waren zu der Veranstaltung angereist.

Nach dem Vormittag mit einer intensiven Schulung zu den Themen Sicherheit, Einsatztaktik und Technik folgte nach dem Mittagessen eine Praxisdemonstration von spezieller Technik mit Unterstützung der Ortsfeuerwehr Biederitz, die sich bereits mehrere Jahre mit dem Thema beschäftigt und auch schon eine Schulung durch das Waldbrandteam durchgeführt hat.

Als Abschluß wurden die Teilnehmer in die Einfache Taktische Waldbrandprognose (ETW) eingewiesen, was erfolgreich mit einer Planübung am Sandkasten endete.

Das Ergenis der Befragung der Teilnehmer führte dazu dass für die kommenden Jahre 2 Veranstaltungen dieser Art in das Jahresprogramm des IBK aufgenommen werden sollen. Die Plenungen hierzu laufen bereits.

Es bleibt abzuwarten, ob sich aus den im Oktober/November noch ausstehenden 2 Vortragstagen an den Standorten Loy und Celle der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz NABK weitere Vorträge auch in Niedersachsen ergeben werden.

Bachstelze 2017 – KatS Übung in Landeck

Im Oktober machte sich ein dreiköpfiges Team vom Waldbrandteam zu einer der wohl größten Katastrophenschutzübung nach Tirol auf. Die Übung „Bachstelze 2017“ umfasste 550 Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen österreichisches Rotes Kreuz, Feuerwehr und anderen. Eine Besonderheit sollte hierbei die Zusammenarbeit mit Luftfahrzeugen bei 33 Übungsszenarien spielen. Als freie Übung konzipiert war niemand außer dem 4 köpfigen Organisationsteam die Lagen bekannt. Das Bundesheer und die zivile Firma Heli Tirol sollten insgesamt sieben Hubschrauber und Löschflugzeuge für diese Übung stellen.

Der Sachbgebietsleiter Flugdienst des ÖBFV Jörg Degenhardt und der Leiter Flugdienst Christian Mayer luden hierzu das Waldbrandteam bereits im Frühjahr 2017 ein.

Das Waldbrandteam unter Leitung von Detlef Maushake unterhält bereits mehrere Jahre gute Verbindungen zur LFS Tirol und stellt auch Ausbilder und Teilnehmer für den Lehrgang „Einsatzabschnittskommandant Flugdienst“, der in Tirol für den ÖBFV abgehalten wird.

Das Team machte sich am Freitag den 06.10. auf den langen Weg nach Landeck und traf noch pünktlich am Abend zum Briefing der fliegerischen Abteilung ein. Hier wurden letzte Abstimmungen in den Bereichen Einweisung Landezonen, Einsatzräume, Luftfahrzeuge getroffen.

Dabei wurde aus Seiten des Bundesheeres gemeldet dass ein Hubschrauber aus technischen Gründen ausfallen würde.

Der Samstag begann, pünktlich um 05:30Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück, danach stellte das Team die Einsatzbereitschaft her und bekam letzte Instruktionen. Angegliedert wurde das Waldbrandteam an den Katastrophenschutzzug, welcher dann um 07:30 Uhr antrat und danach in die Absprungzone nach Sankt Christina verlegte.

Angekommen, wurde sich im Bereitstellungsraum gesammelt und auf Einsatzbefehle gewartet. Zusammen mit dem ÖRK und der Feuerwehr verlegte man dann die Einsatzkräfte per Hubschrauber in den Bereich der Ortschaft Fendels. Hierbei wurde angenommen das diese von Zufahrtsstraßen abgeschnitten sei. Vor Ort hat das Team bei diversen Einsätzen unterstützt, diese waren z.b. suchen von vermissten Personen, Aufbau einer Wasserversorgung bei einem Gebäudebrand mit anschließender Betreuung und Versorgung verletzter Personen.

Parallel lief der Materialtransport mit zwei Alouette III Hubschraubern zum Einsatzort. Dabei fiel die zusätzlich eingesetzte Black Hock des Bundesheeres, aus technischen Gründen, aus.

Durch die hohe Anzahl der nicht zur Verfügung stehenden Hubschrauber konnten leider nicht alle Einsatzszenarien durchgeführt werden.

Die Aufgabe des Materialtransportes, der schwereren Ausrüstung übernahm danach die Super Puma der Firma Heli Tirol. Diese führte außerdem zwei Löschwasserabwürfe mit zwei Bambi Buckets durch. Gegen 17:00Uhr konnte das Ende der Übung bekannt gegeben werden und sämtliche Einsatzkräfte verlegten zurück zu ihren Stützpunkten. Nach Ankunft in der Feuerwehr Landeck, bereitete das Team seine Ausrüstung nach und verbrachte den Abend noch in kameradschaftlicher Runde.

Wir konnten viele neue Erfahrungen und Eindrücke gewinnen, auch wenn die Szenarien nicht direkt auf den Waldbrandeinsatz bezogen waren, ging es doich vornehmlich auch um die Zusammenarbeit mit Luftfahrzeugen. Besonderer Dank gilt den Organisatoren für die Einbindung in die Übung.

 

Schauplatz der größten Katastrophenschutzübung im Bezirk Landeck

Am 07.10. wir die größte Katastrophenschutzübung im Bezirk Landeck sattfinden die es bis dato gab.

Wir entsenden ein Team und sind erfreut das wir ein Teil dieses riesen Events sein dürfen.

 

https://www1.meinbezirk.at/landeck/c-lokales/katastrophenschutzuebung-bachstelze-2017-der-feuewehren-des-bezirkes-landeck_a2255142

“ Am Samstag, 07. Oktober 2017 (ca. 06:30 Uhr bis ca. 17:00 Uhr) wird der Bezirk Landeck mit Hotspot-Bereichen von Zams bis ins Obere Gericht (Pfunds) und seine Seitentäler, zum Schauplatz der größten Katastrophenschutzübung die bisher im Bezirk Landeck durchgeführt wurde. Mit dem Organisationsteam, allen Verletztendarstellern und vielen freiwilligen Helfern werden rund 550 Personen verschiedenste Einsatzszenarien abarbeiten. „

 

http://www.tt.com/panorama/katastrophe/13454857-91/eine-gr%C3%B6%C3%9Fere-%C3%BCbung-hat-der-bezirk-bisher-nicht-gesehen.csp

“ Unterstützung kommt dabei aus der Luft: Fünf Hubschrauber – darunter der Super Puma AS 332, derzeit der größte Lastenhubschrauber Österreichs – sowie zwei Löschflugzeuge des Bundesheeres werden die Einsatzkräfte unterstützen. „

 

Ein Ausführlicher Bericht folgt nach der Übung.

„Sandsack füllen statt Vegetationsbrand“ – Vorbereitungen für Portugaleinsatz fast abgeschlossen

„Heute gibt es Sandsackfüllen statt Vegetationsbrand“ – mit diesem Scherz eröffneten die Ausbilder des Waldbrandteams die letzten beiden Ausbildungen in den Samtgemeinden Grafschaft Hoya und Marklohe in den vergangenen Wochen. Beide waren zumindest teilweise im praktischen Teil dem deutschen „Sommer“ zum Opfer gefallen.

Die beiden aneinander grenzenden SG hatten für Ihre Wehren Multiplikatorschulungen angefragt. Während es zum Nachmittag in Hoya noch aufklarte, so dass zumindest ausgelegtes Stroh zur praktischen Ausbildung genutzt werden konnte, regnete es in Marklohe die ganze Zeit durch. Aber auch das stellt unsere Ausbilder vor keine Probleme, denn es wurde fix eine Stationsausbildung mit 2 Sandkasten-Planübungen und einer praktischen Einweisung in Pump and roll und den Einsatz von Wasserrucksäcken durchgeführt.

https://www.kreiszeitung.de/lokales/nienburg/grafschaft-hoya-ort120424/loeschen-waldbrandexperten-8513684.html

http://www.kfv-nienburg.de/portal/meldungen/flaechenbrandseminar-in-der-samtgemeinde-grafschaft-hoya-1646-1869.html

 

Der bevorstehende Einsatz in Nord Portugal ist fertig geplant und das Team wird am 25. abreisen. Zur Ausrüstung werden neben unserer Mark 3 Tragkraftspritze auch eine kleine Anzahl Handwerkzeuge, eine erweiterte Erste Hilfe Ausrüstung und Wasserrucksäcke gehören. Der Großteil der Ausrüstung inklusive der Fire Shelter wird uns vor Ort von der Feuerwehr Mondim de Basto gestellt, von der wir auch mit den Fahrzeugen (1 Pickup-TLF, 1 TLF und ein Kommandowagen) versehen werden. Natürlich gehen wir nicht eigenständig in den Einsatz werden aber mit dem Verbindungsoffizier der örtlichen Feuerwehr direkt in die Einsätze eingebunden.

Die Anreise wird mit einem Leihfahrzeug der Firma MAN erfolgen, welches uns über die Firma Freytag Fahrzeugbau in Elze zur Verfügung gestellt wird.

Ein Reiseblog mit Bildern (Link dann auf der HP) und eventuell einige Filme für den Youtube-Kanal werden von unserem Einsatz berichten.

 

Beitrag zum Mythos Glasscherben in einem Blog

Aufgrund guter Kontakte zum Betreiber pvsafety (einem Online-Magazin zur Sicherheit im Feuerwehrdienst) wurden wir um einen Blogbeitrag zum Mythos Brandentstehung durch Glasscherben gebeten, welcher wir natürlich gern nachgekommen sind.

Der Bericht ist hier zu finden https://pvsafety.wordpress.com/2017/06/28/der-mythos-lebt-oder-das-geheimnis-der-glasscherbe-bei-waldbraenden/

Vielen Dank an Ulrich Wolf für die Unterstützung.

Feuer in Portugal und erster Einsatz eines Fachberaters Vegetationsbrand des Waldbrandteams

Wie auch bei vielen anderen Feuerwehrleuten so gehen auch unsere Gedanken dieser Tage häufig nach Portugal, wo Waldbrände bei über 40 Grad und starken Winden zahlreiche Opfer gefordert haben. Wir wünschen den eingesetzten Feuerwehrleuten, Sapadores, GIPS, FEB, UMA, Canarinhos und anderen viel Kraft und dass sie immer alle gesund von den Einsätzen heimkommen mögen.

Obrigado a todos pelo trabalho excepcional! Tudo de bom e boa sorte!

Wenn auch nicht in der aussergewöhnlichen Intensität wie in Portugal aber auch in Deutschland brennt es in den Wäldern. Bei den hochsommerlichen Temepraturen der vergangenen Tage kam es zum ersten Einsatz einer der Fachberater vom Waldbrandteam.

Ein Bodenfeuer im Bereich Heers in der Nähe der Stadt Blankenburg mit rund 100qm Ausdehnung beim Eintreffen rief die Kräfte der Feuerwehren Blankenburg, Derenburg, Wienrode und die nahegelegene Bundeswehrfeuerwehr auf den Plan. Die Brandstelle war rund 350m von der Zuwegung entfernt und nach telefonischer Beratung durch den Fachberater wurden die in der Ausbildung bereits erprobten D-Leitungen von einer C-Speiseleitung aus sowie Handwerkzeuge und Löschrucksäcke (diese auch im Erstangriff) eingesetzt, um das Feuer zu löschen.

Eine Nachkontrolle mittels einer Wärmebildkamera beendete den Einsatz der Wehren.

Erfolgreiches Feuercamp 2017

Nach einigen Tagen mit Regen hatten wir Glück beim Feuercamp mit Temperaturen bis zu 28 Grad und überwiegend Sonne. Wir waren erneut auf dem ehem. Truppenübungsplatz Ehra-Lessien zu Gast, um dort die Ausbildung unser neuen Mitglieder abzuschließen.

Nach den Stationsaufgaben Werkzeuge, Taktikaufgabe, Fire shelter und Wasserrucksäcke bestand die Mittagspause aus einer Notfallration denn auch hiermit gilt es den Umgang zu üben, falls wir mal auf diese besondere Art der Verpflegung angewiesen sein sollten. Danach ging es an die erste praktische Arbeit zum Anlegen einer Feuerschneise. Durch das Tauschen der Werkzeuge konnte jeder mit jedem Tool Erfahrungen sammeln.

Der Leiter der Bundesforst Harald Sälzer informierte die Teilnehmer über das Brandschutzkonzept des Übungsplatzes, welches aufgrund der an vielen Orten noch im Boden vorhandenen Munition besonders auf die Sicherheit von Einsatzkräften abzielt.

Der Packtest, ein jährlich abzulegender Fitnesstest stand dann auf dem Programm. Alle 6 zu testenden Mitglieder absolvierten den Marsch unter den vorgegebenen 45 Minuten und auch die Klimmzüge, Situps und Liegestütze waren kein Problem.

Zu zwei Nachtübungen rückten die Teilnehmer nach dem Abendesse aus, hier ging es bei der ersten darum in einsetzender Dunkelheit zu arbeiten und sich mit den veränderten Sichtbedingungen und Kommunikationsbedürfnissen anzufreunden, bei der zweiten wurden die neuen Mitglieder in die Funktion Squadboss gesetzt und sollten zeigen, ob sie unter Aufsicht ein Team aus mehreren Brandbekämpfern sicher im Dunkeln führen können. Alle haben die Aufgabe gut gemeistert und damit konnten wir zur Nachturuhe übergeben.

Der Vormittag des Sonntags stand ganz im Zeichen des Einsatzes der Mark 3 Pumpe und des „progressive hoselay“ einer auch in Südeuropa häufig angewandten Variante der Verlegens von D-Schläuchen im Gelände unter Zuhilfenahme von Schlauchrucksäcken, um Feuerflanken gezielt und schnell ablöschen zu können. In mehreren Durchgängen übten die Teilnehmer die Abläufe bis alles perfekt saß.

Nach dem Abbau des Camps traten wir die Heimreise an und sehen uns gut gerüstet für den anstehenden Einsatz in Portugal.

Ein besonderes Dankeschön an die Gäste aus der Pfalz und die tollen Fotos!

 

 

Youtube Kanal geht online

Hallo,

kurz vor dem Feuercamp, der Vorbereitung des Auslandseinsatzes in Portugal einschließlich der Prüfung unserer neuen Auszubildenden im Bereich Waldbrandbekämpfung, geht unser Youtube Kanal online. In einigen Filmen werden Grundlagen zur Gerätetechnik erläutert und ein Überblick über den Einsatz mit Pump and roll gegeben. Zu finden ist das Ganze in unserem Kanal Waldbrandteam e.V. auf Youtube.

Wir hoffen damit den Informationsbedarf der Feuerwehren weiter zu decken und bedanken uns an dieser Stelle sehr herzlich für die Erstellung der Filme bei Magic Triple O Productions.

Nach dem Feuercamp werden wir natürlich Informationen zur Veranstaltung posten. Bis dahin viel Vergnügen mit den Videos.

brandSchutz-Artikel zur Einfachen Taktischen Waldbrandprognose und Planungen für den Portugaleinsatz

In der aktuellen brandSchutz – Zeitung ist ein Bericht über die Einfache Taktische Waldbrandprognose (gemeinsam entworfen mit Alexander Held vom EFI und Working on Fire) erschienen.

Es dreht sich um die Nutzung der ETW als Taktikhilfsmittel für Feuerwehrführungskräfte und wir freuen uns sehr, dass unser Bericht in dieser anerkannten Zeitung erschienen ist.

Am kommenden Wochenende wird das zweite Feuercamp als Prüfung für die Ausbildung zum Firefighter 1 (Grundausbildung Waldbrandbekämpfung) stattfinden, bei dem wir 5 weitere Mitglieder zertifizieren werden. Neben einer Stationsprüfung an Handwerkzeugen, dem Einsatz des Feuershelters und einer Taktikaufgabe am Sandkasten gilt es das Wochenende in Zelten und der freien Natur zu verbringen, um das autarke Arbeiten des Teams zu erlernen.

Natürlich gehören auch Übungen zum Schlagen von Feuerschneise am Tag und in der Nacht sowie die Ausbildung an der tragbaren Pumpe Mark 3 mit dem entsprechenden „progressive hoselay“ also einer sich verlängernden Angriffsvariante mit Schläuchen im Gelände dazu, bevor alle hoffentlich ihr Urkunden in Emfpang nehmen können.

Für den anstehenden Einsatz im Norden Portugals im August werden die Teilnehmer des Camps auch den nötigen Packtest absolvieren. Unsere Partner in Mondim de Basto haben uns schon jetzt mit Fotos kürzlicher Einsätze versorgt, die wir hier gern teilen. Es verspricht eine arbeitsreiche Mission zu werden.